Fossiliensuche in Franken - Feldfundstellen 4
21.05.2026 / 25.05.2026
Auf dieser Seite wird eine weitere Feldfundstelle Oberfrankes vorgestellt, die bereits mehrfach nach Fossilien abgesucht wurde. Die Lage dieser Ackerflächen befinden sich unmittelbar nördlich, nordöstlich sowie östlich der Tongrube Buttenheim. Auch diese Areale können nur zeitgebunden sowie situationsbedingt nach Fossilien abgesucht werden. Stratigraphisch sind hier zumeist Versteinerungen aus dem unteren Toarcium zu finden und hier besonders Bruchstücke/Fragmente von Belemniten (Dactylioteuthis, Passaloteuthis, Acrocoelites u.a.). Somit wurden diesbezüglich auch sehr viele Belemniten-Rostren aufgelesen (Abb. 10). Diese "Mühe" war auch mit der Hoffnung verbunden, sog. Besonderheiten zu finden. Da zahlreiche Belemniten-Rostren im Bereich der Alveole aufgebrochen vorlagen (Abb. 12 - 14), war zu erwarten, ggf. auch Embryonalblasen (Protoconche) in guter Erhaltung zu entdecken (Abb. 18 - 21).
Vergleiche hierzu auch die Artikel:
"Fossiliensuche in Franken - Buttenheim, Anhang 9: Belemniten mit markanten Besonderheiten" sowie "Fossiliensuche in Franken - Buttenheim, Anhang 13: Fossilfunde aus dem Toarcium"
https://fossilien-steine.hpage.com/artikel/fossiliensuche-in-franken-buttenheim.html
"Fossiliensuche in Franken - Feldfundstellen 2"
https://fossilien-steine.hpage.com/fossiliensuche-in-franken-feldfunde-2.html
Ammonitenfunde, Wirbelfunde u.a. Fossilien sind sehr selten anzutreffen, wurden hier aber dennoch mit eingefügt.
Eine umfangreiche Literaturempfehlung ist den o.g. Artikel zu entnehmen.
Abb. 01: Feldfundstelle nordöstlich der Tongrube Buttenheim mit Blick auf den "Schießberg" (10/2025).
Abb. 02: Gleiche Feldfundstelle mit Blick in Richtung Altendorf (10/2025). Auffallend hierbei sind die oberflächlich liegenden massiven Kalkgesteine (bis etwa doppelte Faustgröße) der Kalksteinbänke des unteren Toarciums.
Abb. 03 u. 04: Links Fundsituation mit drei Belemnitenfragmenten sowie rechts ein Ammonitenfund in einer aufgebrochenen Geode.
Abb. 05: Geodenfund 1 (aus Abb. 04) mit Pleuroceras cf. spinatum.
Abb. 06: Geodenfund 2 mit Pleuroceras sp.
Abb. 07: Fundgestein mit einer fragmentarischen Ammonitenhohlform als Negativabdruck.
Abb. 08 u. 09: Links vergrößerte Ammonitenhohlform von Abb. 07. Die Abbildung 09 zeigt optisch eine "positiv" erscheinende Form des Ammonitenfragments, die sich aus einer fotografisch 180-Grad-Drehung des Objekts ergab.
Abb. 10: Schüttungsbild mit zahlreichen Bruchstücken von Belemniten-Rostren. Hierbei wurde lediglich das gefundene Fossilmaterial mit warmen Wasser (plus Spülmittelzusatz) behandelt und von anhaftender Erde bereinigt.
Abb. 11: Vier fast vollständige Belemniten-Rostren der Gattung Dactylioteuthis (43 mm - 50 mm). Ggf. Dactylioteuthis irregularis, ein typischer und prägnanter "Vertreter" des unteren Toarciums.
Abb. 12 - 14: Drei Belemnitenbruchstücke mit aufgebrochener Alveole (Rostrum cavum), 30 mm - 52 mm.
Abb. 15: Belemniten-Querbruch im Bereich der beginnenden Alveole mit wachstumsbedingt different erscheinenden Formen der "Radialstrahligkeit", Bildbreite = 17 mm.
Abb. 16 u. 17: Kleine Hohlform, herausgebrochene/herausgewitterte Alveolar-Kammer.
Abb. 18 - 21: Vier Beispiele von "Belemnitenbruch" im Alveolarbereich, die jeweils eine Embryonalblase (Protoconch) in guter Erhaltung zeigen. Die durchschnittliche Größe dieser Objekte beträgt etwa nur 1 mm und ist meist calcitisch erhalten.
Abb. 22: Zwei Belemnitenbruchstücke/Belemnitenfragmente, die den Übergang vom Orthorostrum (massive Erhaltung) zum Epirostrum (eingedrückte Erhaltung) zeigen (37 mm u. 23 mm).
Abb. 23: Ein epirostralisches Belemnitenbruchstück, welches in diesem eingedrückten Zustand eine "Mittelfurche" zeigt (12 mm).
Abb. 24: Belemnitenfragment mit deutlicher "Bruchstelle" bzw. "Ansatzstelle" des Epirostrums, Bildbreite 21 mm.
Abb. 25 u. 26: Ein seltener Fund: Wirbel eines Fischsauriers, ggf. Schwanzwirbel, max. Durchmesser = 38 mm.
Abb. 27: Blick über begrünte Felder in Richtung Gunzendorf mit der St. Georg Kapelle/Senftenberg, die mittig am weit entfernten Horizont und als kleiner weißer Punkt vermutet werden kann (Aufnahme 10/2025).
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