Der Usedomer Gesteinsgarten

08.06.2025 / 12.05.2026


Der "Usedomer Gesteinsgarten" befindet sich auf einem Areal am Forstamt Neu Pudagla, südlich des Seebades Ückeritz. Die dort ausgelegten und präsentierten Findlinge (eiszeitliche Geschiebe) wurden bis auf eine Ausnahme (ein Gabbro von der Antartis) alle auf der Insel Usedom geborgen und können entlang eines etwa 300 Meter langen Rundweges als "eiszeitliche Zeugen" betrachtet, bestaunt aber auch wissenschaftlich begutachtet werden. Die Gesteinsbestimmungen der Magmatite, Metamorphite und Sedimentgesteine wurden von der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald vorgenommen. Unmittelbar neben den Findlingen befinden sich kleine Tafeln, die wichtige Informationen wie Gesteinsbenennung, Herkunftsgebiet, Fundort u.a. aufzeigen. Ein Großteil der Findlinge kann somit auch als "Leitgeschiebe" angesprochen werden. Im Gebäude des Forstamtes kann man zwei Flyer erhalten, in denen nochmals 139 Findlinge namentlich aufgelistet sind und in einer Kurzform auch Anmerkungen zu den Eiszeiten vermerkt wurden.


Die hier gezeigten Fotos entstanden im Mai 2025 und zeigen lediglich einen sehr kleinen Ausschnitt der im "Usedomer Gesteinsgarten" zusehenden eiszeitlichen Geschiebe.


Abb. 01: Unmittelbar an der B 111 sichtbar aufgestellter Findling mit dem Hinweis auf den "Usedomer Gesteinsgarten".


Abb. 02: Der Rundweg des Usedomer Gesteinsgartens wurde präsentativ mit einem sehr großen Rapakiwi-Granit bestückt (Region Aland, Finnland, 1,6 Mrd. Jahre, ca. 8,5 Tonnen).


Abb. 03: Sandsteingeschiebe (Sedimentit) mit Skolithos-Wurmröhren, Fundort Ückeritz

Abb. 04: Sandsteingeschiebe (Sedimentit) mit erodierten ("ausgeblasenen") Skolithos-Spuren, Fundort Lütow


Abb. 05: Ein besonderer Fund unter den Findlingen: Geschiebe Nr. 78, Konglomerat-Geschiebe (polymiktisch) von Heringsdorf, mit der Bemerkung "Erstfund in der Eiszeitforschung".


 

Abb. 06 u. 07: dgl. wie Abb. 05 mit Detailstrukturen.


Abb. 08: Augengneis (Metamorphit), Fundort Bansin


Abb. 09: Ein weiterer Metamorphit/Augengneis, Fundort Karlsruh


Abb. 10: Aufgetürmte Findlinge (sog. "Steinhaufen"), hier als "Lebensraum" einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt gestaltet und auf einer nebenstehenden Schautafel sachkundig erläutert.


Abb. 11: Sandstein-Geschiebe (Sedimentit) mit deutlich erkennbaren Gletscherschrammen auf einer ebenen Schichtfläche sichtbar, Fundort Morgenitz.


 

Abb. 12 u. 13: dgl. wie Abb. 11, plus Detailansicht mit den "Gletscherschrammen".


Abb. 14: Geschiebe Nr. 133: Migmatit (Metamorphit), Fundort Morgenitz


 

Abb. !5 u.16: Geschiebe Nr. 104: Quarzporphyr (Magmatit), Fundort Bansin.


Abb. 17: Schautafel "Gesteine als Bausubstanz der Erdkruste" mit Erläuterungen zu Magmatiten, Metamorphiten und Sedimentgesteinen.


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