Fossiliensuche in Franken - Ludwag II
02.11.2025 / 11.05.2026
Bei den Fossiliensammlern der nördlichen Frankenalb, ist der aufgelassene Steinbruch Ludwag II, hinreichend bekannt. Hier stehen Gesteine des Weißjura (Malm beta, gamma und ggf. delta; Schwammmergel, Mergelkalke sowie gebankte Kalke) an. Besonders imposant zeigt sich an der nördlichen Bruchwand ein Schwammriffgebilde, eigentlich ein Schwammriffkuppelkomplex mit drei Schwammriffaufwölbungen. Ein Fotomotiv, wie man dies sonst wohl kaum an anderer Stelle Oberfrankens findet.
Fossilfunde sind derzeit nur eingeschränkt möglich, da diese nur oberflächlich aufgelesen werden können: Ammoniten, Aptychen, Schwämme, Brachiopoden, Stachelhäuter u. a. sowie div. Kleinfauna.
Hinweis: Derzeit ist das Steinbruchgelände weiträumig eingezäunt (Wildschutzzaun) und eine Begehung nur eingeschränkt möglich.
Literaturempfehlung:
Richter, A.E. (2000) - Geoführer Frankenjura, Geologische Sehenswürdigkeiten und Fossilfundstellen, Ammon Rey Verlag
Werner, S. (2021) - Unterwegs im Oberjura von Ludwag (Fränkische Alb): Fossilienfundort sowie Geo- und Biotop mit Zukunft, Der Steinkern, H. 46
Die hier vorgestellten Fotos stammen vom Oktober 2025 und sollen vor allem einen Eindruck vom aufgelassenen Steinbruch Ludwag II als Geotop bzw. Biotop vermitteln.
Abb. 01: Grubenblick aus südlicher Richtung auf das Areal des Schwammriffkomplexes mit den drei Schwammriffkuppeln, mittig mit Bäumen bewachsener Bereich der Steinbruchsohle.

Abb. 02 u. 03.: Geologische Kartenausschnitte (veränderte Darstellung, L. I = Lage des Steinbruchs Ludwag I, L. II = Lage des Steinbruchs Ludwag II), Quelle: Geologische Karte von Bayern, 6032 Scheßlitz, Bayerisches Landesamt f. Umwelt.
Abb. 04: Grubenblick aus westlicher Richtung auf die östliche Steinbruchbegrenzung, mittig bewachsene Grubensohle.
Abb. 05 u. 06: Ausschnitt vom Schwammriffkomplex (Nordwand).
Abb. 07: Grubensohle
Abb. 08: Grubensohle mit Gesteinswand (Mergelkalkschichten und gebankte Kalkschichten).
Abb. 09 u. 10: Gesteinsabbruch unterhalb der Gesteinswand (Abb. 08), rechts Gestein mit Spurenfossil.
Abb. 11: Verwitterungserscheinungen und "Gesteinsschutt" an einer Mergelkalksteinwand.
Abb. 12: dgl. wie Abb. 11.
Abb. 13 - 16: Freigewitterte Brachiopoden auf den "Schutthalden" liegend.
Abb. 17: Bereich der Grubensohle mit oberflächlich verwitterten Schichten.
Abb. 18: Zwei Ammoniten in schlechter Fossilerhaltung (nicht bestimmbar).
Abb. 19: Feuchtareal auf der Grubensohle.
Abb. 20 u. 21: Feuchtareal (2) mit flächenhaft angesiedelten Moosen.
Abb. 22: Blick auf eine imposante Gesteinswand am südlichen Rand des Steinbruchs. Hier sind deutlichen Verwitterungserscheinungen (Ausbrüche in der Wand und Schuttkegel an der Basis) sichtbar.
Abb. 23: Aufgelassener Steinbruch Ludwag II (Panoramablick).
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